Stressmanagement

Stress beeinflusst uns in jeder Körperzelle. Reguliert wird der Vorgang „Stress“ unbewusst über das vegetative Nervensystem, welches aus dem sogenannten Sympathikus, Parasympathikus und enterischem System (Eingeweidenervensystem) besteht. Es ist ein selbständiges und von unserem Willen unabhängiges arbeitendes System und beeinflusst viele regulär ablaufende Körperfunktionen, wie Atmung, Verdauungstätigkeit u.v.m.

 

Eine bewusste Regulierung findet über das sogenannte somatische Nervensystem statt. Dieses System kann beeinflusst und koordiniert werden.

 

Alle Organe sollten im Idealfall ausgewogen und in einem rhythmischen Wechsel von allen Nervenanteilen des vegetativen Nervensystems gleich versorgt werden. Wobei das sympathische Nervensystem überwiegend für Aktionismus und Leistungsbereitschaft steht und das parasympathische System den Ausgleich schafft.

 

Leider ist bei den meisten Menschen der sympathische Anteil wesentlich aktiver, als die anderen Teile des vegetativen Nervensystems. Die ständige Anspannung in unserem Alltag, der Termindruck usw. sorgen leider für eine Überaktivierung des Sympathikus. Dieser macht uns aufmerksam, wach und leistungsfähiger. Wir atmen schneller, der Herzschlag wird schneller, der Blutdruck steigt…

 

Eine übergeordnete Schaltzentrale, der Hypothalamus, gilt als oberste Steuerungsinstanz des vegetativen Nervensystems. Durch die Aktivierung des Sympathikus regt der Hypothalamus die Hypophyse (höchste Steuerungsinstanz der hormonellen Stoffwechselvorgänge) an. Diese wiederum regt die Nebennieren an die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortison auszuschütten, da diese Hormone im Organismus dafür sorgen, dass die Atmung schneller wird oder der Herzschlag zunimmt. Bei der Stimulation der Nebenniere werden automatisch andere Drüsen wie die Schilddrüse mit aktiviert. Also produziert diese auch ihrerseits verstärkt Hormone, die den Stoffwechsel in ihrer Leistungsfähigkeit unterstützen.

 

So entsteht eine stetige Überproduktion und das System kippt irgendwann, weil es nicht mehr so hochtourig fahren kann. Körperliche Probleme entstehen.

Chronischer Stress sorgt auch letztendlich für eine Reduktion der Geschlechtshormone. Sowohl für den Mann, als auch für die Frau. Bei länger bestehendem Kinderwunsch ist unbedingt erforderlich spätestens jetzt das Leben anders zu gestalten!

 

Gerne können wir gemeinsam über Urin – und Speichelproben die Hormonwerte bestimmen. Wenn Sie „schwarz auf weiß“ sehen, dass sich Ihr Hormonsystem in einer Schieflage befindet, es manchmal einfacher diese Problem anzugehen. Häufig ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass sie ihr vegetatives Nervensystem überfordern. Der Körper ist doch sehr Anpassungsfähig! Doch leider zeigen sich Störungen, die häufig ignoriert werden. Bei den Frauen zeigen sich diese gerne in einer Schilddrüsenfunktionsstörung. Daraufhin werden Schilddrüsenhormone eingenommen. Für den Moment ist das sicher sehr hilfreich, aber langfristig muss das Grundproblem doch angegangen werden. Ich helfe Ihnen gerne dabei!

 

Welche Art des Stressmanagment die Richtige ist, können wir in gemeinsamen Gesprächen erarbeiten. Hilfreich sind Atemübungen, v.a. für akute Situationen, da sich der Sympathikus wunderbar über die Atmung steuern lässt. Auch Hormonyoga ist eine wunderbare Technik um dem Hormonsystem zu helfen sich wieder zu regulieren. Gerne unterstütze ich Sie auch mit hypnotischen Verfahren, autogenem Training oder anderen Techniken. Versuchen Sie Ihrer Welt wieder etwas Ruhe zu geben und Ihr Körper wird es Ihnen danken!